历史性的欧空局任务开始:卫星现在显示地球有多健康


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Europa hat in der Nacht zwei neue Hightech-Augen ins All geschickt. Vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana startete um 3:21 Uhr MEZ (14. September, 22:21 Uhr Ortszeit) eine Vega-C-Rakete mit den Satelliten FLEX und Sentinel-3C an Bord.

Wenig später gab es bereits Erfolg zu vermelden: Das Raumfahrtkontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in Darmstadt empfing die ersten Signale beider Satelliten. Sie hatten die Reise ins All erfolgreich überstanden und Kontakt zur Bodenkontrolle hergestellt.

Europas neue Klima-Wächter starten ins All: Die Vega-C-Rakete hebt mit den Satelliten FLEX und Sentinel-3C vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana ab

Foto: RONAN LIETAR/AFP

Besonders große Hoffnungen setzen Forscher in die Mission FLEX. Zum ersten Mal soll ein Satellit direkt messen können, wie aktiv Pflanzen auf der Erde Fotosynthese betreiben. Vereinfacht gesagt: FLEX soll zeigen, wie gesund Wälder, Felder und Wiesen wirklich sind und wie effizient sie Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen.

Dafür erfasst das Instrument an Bord ein extrem schwaches Lichtsignal, das Pflanzen während der Fotosynthese aussenden. Mit diesen Daten wollen Wissenschaftler besser verstehen, wie sich Dürre, Hitze und andere Umweltbelastungen auf die Vegetation weltweit auswirken.

Wichtige Daten für Klima- und Wetterforscher

ESA-Managerin Simonetta Cheli spricht von einem historischem Meilenstein: „Der heutige Start ist der Höhepunkt jahrelanger wissenschaftlicher Innovation, technischer Exzellenz und internationaler Zusammenarbeit.“

Parallel dazu nimmt der zweite Satellit Sentinel-3C seine Arbeit auf. Er soll Ozeane, Landflächen, Eisgebiete und die Atmosphäre der Erde überwachen. Gemessen werden unter anderem Temperaturen von Land und Meer, Veränderungen der Vegetation, die Ausdehnung von Eisflächen sowie wichtige Umweltdaten für Klima- und Wetterforscher.

ESA-Mission: Satelliten zeigen jetzt, wie gesund die Erde ist

Satellit überwacht Fotosynthese der Erde und zeigt, wie gesund sie ist

Quelle: ESA

Besonders wertvoll: Beide Missionen sollen künftig eng zusammenarbeiten. FLEX wird dabei zunächst in einer Tandemformation mit einem Sentinel-Satelliten fliegen. So lassen sich die Daten fast zeitgleich verknüpfen.

Blick auf Gesundheitszustand der Vegetation

Laut ESA wird dadurch ein bisher unerreichter Blick auf den Gesundheitszustand der Vegetation möglich. Während FLEX die Aktivität der Pflanzen misst, liefert Sentinel-3C zusätzliche Informationen über Wolken, Wasserdampf, Temperaturen und weitere Umweltfaktoren. „FLEX wird unser Verständnis der Pflanzengesundheit und der Rolle der Photosynthese im Kohlenstoff- und Wasserkreislauf voranbringen“, so Cheli.

Mit dem erfolgreichen Start beginnt nun die nächste Phase der Mission. In den kommenden Tagen prüfen die Ingenieure alle Systeme und Instrumente. Erst danach nehmen FLEX und Sentinel-3C ihren regulären Betrieb auf und sollen der Wissenschaft jahrelang neue Erkenntnisse über den Zustand unseres Planeten liefern.



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